How to write a history of BIM from an epistemological point of view?

Februar 9, 2017

From the presentation sheets

I’ve presented my research of the historical development of BIM at the 2nd colloquium on the history and political critique of architecture at the Politecnico Milano. It was a great get together again, my talk on the other hand went not quite that well^^. There really seems to be a hiatus between architectural theory and the technical background of formal logic descriptions, and the digital machines they are implemented on. It really is strange that in spite of the omnipresence of the computer in architectural design, it still is predominantly used accepting it’s status as a black box. With BIM as my objective of research, the next thing to settle is the way i handle the technical parts about logical formalism.

On the formalization of architectural composition in Building Information Modeling (BIM)

Dezember 5, 2016

Abstract (t.b.c.!) for The Grammar of Things, 20th conference of the Society for Philosophy and Technology, June 14-17, 2017, TU-Darmstadt, Germany
image: sia

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BIM is the attempt to unify the design, construction, and maintenance of buildings by way of an integrated digital BIM-model representing both formal and semantical properties of the building. One key idea in the implementation of this goal – of which today exist quite a few competing approaches – is the concept of transformational grammars. Under this concept, architecture is modeled as consisting of atomic elements or types which can be composed under explicit transformation rules either in a forward or backward chaining manner, i.e. either generatively or analytically. William J. Mitchell has modeled this approach in the 1990ies under the paradigm of Computer Aided Design (CAD) in the framework of first-order predicate logic (PL1) as the intersection of three domains: a “critical language” for value judgements over architecture, a “design world” for the formal description and modification of architectural designs, and a “construction world” within which architectural designs are being built.1

The idea of a grammar of architecture, in this setup, comes into play as a knowledge-based specification of the range of the PL1-based combinatorial possibilities that are inherent in the initial definitions of elements and transformation rules, both in terms of the design world and the critical language. Even though Mitchell’s work draws profoundly on linguistic concepts of grammar, the predominant aspect in his approach to design is the geometrical model, onto which semantic properties are mapped in a second step. With the development from CAD as a drawing tool towards BIM as a knowledge-based expert system for design, however, the other direction of mapping formal properties onto truth-functional semantics attracts more attention, as for example in the definition of the structure of the data exchange format Industry Foundation Classes (IFC), where geometric forms are mapped onto semantic structures. What this paper aims at is a review of the epistemological role of formal grammar in BIM based on the Mitchell’s computational model of design as the interplay between design world, critical language and construction world.

  1. See William Mitchell, The Logic of Architecture: Design, Computation, and Cognition (Cambridge Mass.: MIT Press, 1990). []

From CAD to BIM: Erkenntnistheorie digitaler Entwurfswerkzeuge I

September 17, 2016

Wintersemester 16/17, TU-Berlin, FG Architekturtheorie

Jean-Nicolas-Luis Dirand: Ensembles de edifices, Précis de leçons d'architecture, Bd. 2, Tafel 20

Jean-Nicolas-Luis Dirand: Ensembles de edifices, Précis de leçons d’architecture, Bd. 2, Tafel 20

Prinzip der Trennung von Geometrie und Semantik im IFC-Datenmodell, aus: Borrmann, André, Markus König, Christian Koch, und Jakob Beetz. Building Information Modeling. Technologische Grundlagen und industrielle Praxis. VDI-Buch. Wiesbaden: Springer Vieweg, 2015., Seite 101.

Prinzip der Trennung von Geometrie und Semantik im IFC-Datenmodell, aus: Borrmann, André, Markus König, Christian Koch, und Jakob Beetz. Building Information Modeling. Technologische Grundlagen und industrielle Praxis. VDI-Buch. Wiesbaden: Springer Vieweg, 2015., Seite 101.

Die Entwicklung von BIM zum epistemischen Medium

Entwurfswerkzeuge sind immer auch Erkenntnismedien: Die Mittel des Entwerfens bestimmen mit, was entworfen wird, denn sie bestimmen mit, was was überhaupt in den Horizont des Entwerfens geraten kann. In diesem Seminar geht es darum, erkenntnistheoretische Ansätze des Entwerfens mit der Untersuchung der Entwicklung digitaler Entwurfswerkzeuge zu verbinden. Im Fokus steht dabei die geschichtliche Entwicklung digitaler Entwurfswerkzeuge und ihre erkenntnistheoretische Reflexion. Wir lesen und diskutieren einschlägige erkenntnistheoretische Texte zum Thema und verfolgen die Entwicklung von Designsoftware von der digitalen Mimesis des Zeichnens in den Anfängen von CAD bis zur Arbeit mit digitalen Systemmodellen in der aktuellen Entwicklungsstufe von BIM.

BIM und die Formalisierung des Entwerfens: Erkenntnistheorie digitaler Entwurfswerkzeuge II

September 11, 2016

Wintersemester 16/17, Seminar Architekturtheorie an der Universität Kassel, FB06, Lehrstuhl Architekturtheorie und Entwerfen

Voroball (sketch for the Meteorite) by Luis Berríos-Negrón and Stephen Form (2009), turned by 90° CW. Parametric model using program for Voronoi surface optimization created by   Barbara Cutler during the Sinthome Workshop directed by Mark Goulthorpe at MIT, 2005.

Voroball (sketch for the Meteorite) by Luis Berríos-Negrón and Stephen Form (2009), turned by 90° CW.
Parametric model using program for Voronoi surface optimization created by Barbara Cutler during the Sinthome Workshop directed by Mark Goulthorpe at MIT, 2005.

Die BIM-Methode und ihre historischen Anfangspunkte. Objektivierung des Entwerfens durch Standardisierung

Ausgangspunkt des Seminars ist die um sich greifende Verbreitung von BIM (Building Information Modelling, dt. Gebäudedatenmodellierung) in der aktuellen Architekturproduktion. Im Seminar geht es um die historische Kontextualisierung und Rückbindung der sich vielerorts durchsetzenden BIM-Methode. Der Fokus liegt darauf, die Idee, Teile des Entwursfprozesses oder und/oder der Entwurfsobjekte zu standardisieren, in ihrer historischen Entwicklung zu verfolgen. Parallel zu dieser historischen Perspektive, in der es etwa um Durand’s Ansatz zur Objektivierung des Entwerfens als Entwurfsmethode oder Neufert’s Konzept des Schnellentwerfens geht, schauen wir uns ‚Meilensteine‘ der Entwicklung von BIM-Anwendungen und ihren Vorläufern an, wie etwa die AMG Architecture Machine Group und die Entstehung des IFC Industry Foundation Classes Datenstandards. Ziel ist es, BIM-Verfahren und -Methoden architekturtheoretisch in den Fokus zu bringen, denn die architekturtheoretische Reflexion des Einflusses von BIM auf die Entwurfspraktiken und -kulturen der aktuellen Architekturproduktion ist Voraussetzung dafür, dass wir diese Verfahren angemessen anwenden können.

Anmerkungen zum Verhältnis von Erkenntnistheorie und Architektur

Mai 15, 2015

Ausschnitt aus dem Symposionsflyer. Design von Studio Mut.

Ausschnitt aus dem Symposionsflyer. Design von Studio Mut.

ArchitekturDenken: Theorie und Philosophie der Architektur

Vortrag an der TU-Berlin, Institut für Architektur, organisiert vom Fachgebiet Architekturtheorie

Architektonische Erkenntnis unterscheidet sich vom Ideal der Erkenntnis in den empirischen Wissenschaften dadurch, dass sie sich nicht auf etwas von der Erkenntnis kategorial verschieden Gedachtes richtet, sondern immer auf etwas, das auf sein Erkennen hin angelegt ist. Dieses Verhältnis zwischen der Architektur und ihren Adressaten könnte man vielleicht als so etwas wie eine epistemischen Komplizenschaft bezeichnen. Architektur und die in ihr verwendeten operativen epistemischen Dispositive sind der architektonischen Erkenntnis zugewendet und auf sie bezogen. In die ideale Erkenntnissituation der Architektur ist immer die Beziehung zum Erkennenden eingeschrieben – anders als im idealtypischen Bild der empirischen Wissenschaften, die darauf abzielen, den Beobachter aus der konkreten Erkenntnissituation heraus zu kürzen.

Die kategoriale Dichotomie zwischen Subjekt und Objekt, die die Wissenschaft anstrebt und zu kultivieren trachtet, steht also quer zum Gemacht-Sein der Architektur. Die epistemische Figur des Gegebenen, das korrekt abgebildet/repräsentiert werden müsse, führt in der architektonischen Erkenntnis ins Leere, denn ohne die architektonische Tat gibt es nichts, was Objekt der architektonischen Erkenntnis sein könnte; diese zielt gerade auf die Gestaltung der Relation von Subjekt und Objekt als dem zentralen Moment ihrer praktischen und theoretischen Bemühungen. Diesen grundsätzlichen Unterschied in der epistemischen Ausrichtung der Architektur gilt es in einer architekturphilosophischen Erkenntnistheorie herauszuarbeiten und operativ zu machen. Dabei führt das unhintergehbare Faktum der Erkenntis-Tat, auf das wir in der erkenntnistheoretischen Perspektive auf die Architektur stoßen, zu Fragen, die über die Architektur hinausgehen. Hier kann die architekturphilosophische Erkenntnistheorie ihren Beitrag zu Fragen der Erkenntnistheorie im Ganzen leisten: Ein Hinweis auf das Interesse an dieser Perspektive auf die Erkenntnisfrage zeigt sich im häufigen wie selbstverständlichen Rückgriff auf architektonische Metaphern in erkenntnistheoretischen Konzeptionen. Die Aufgabe, die sich hier für eine architekturphilosophische Erkenntnistheorie ergibt, ist es, der Figur des Gegebenen eine eigene epistemische Figur entgegenzustellen.

Mein Beitrag zum Symposion ist auch als Aufsatz erschienen:

“Überlegungen zu Architekturphilosophie und Erkenntnistheorie.” In Architektur und Philosophie, edited by Jörg Gleiter and Ludger Schwarte, 8:93–102. ArchitekturDenken. Bielefeld: Transcript, 2015.

Ein Link zur Veröffentlichung findet sich hier: http://www.degruyter.com/viewbooktoc/product/430159

 

Rundgespräch zur Bestimmung einer Architekturwissenschaft

März 27, 2014

Nach wie vor schlägt sich das Netzwerk sehr motiviert mit der Frage und Aufgabe herum, was die Architekturwissenschaft als Fach oder Disziplin — darüber gehen die Meinungen im Netzwerk freilich auseinander — ausmacht. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, veranstalten wir am kommenden Wochenende einen roundtable im Pergamon-Palais der HU-Berlin, bei dem wir uns mit dem Wissenschaftsbegriff der Architekturwissenschaft auseinandersetzen.

[…]

arch+ Out of Balance: GRID

April 24, 2013

GRID interface

GRID interface

Auch ich hab beim Wettbewerb von arch+ mitgemacht, zusammen mit Patrick und Jens von syntop. Gewonnen haben wir nicht^^, aber das soll mich nicht hindern, hier nochmal den Essay zu veröffentlichen, den wir für den Wettbewerb geschrieben haben.

Für unseren Beitrag haben wir versucht, die Rolle des Informationsdesign heute — im zweiten digitalen Zeitalter — zu bestimmen, also das, wonach der Wettbewerb fragt, theoretisch und historisch einzuordnen.

Der Essay ist hier in der arch+ veröffentlicht: http://www.archplus.net/home/archiv/artikel/46,4110,1,0.html […]

Architecture as language – semiotic componential analysis of architecture à la Charles Jencks

Mai 14, 2012

Lecture delivered at the conference Symptom Design at Libera Università di Bolzano, Italy. For the conference that dealt with the role of design in contemporary society, I described Charles Jencks‘ semiotic approach to architecture as a failed attempt to determine the meaning of architecture scientifically—failed because Jencks‘ never achieved a critical position towards semiotics in his approach. Never the less, his 1977 book The Language of Post-Modern Architecture1 is important to see why semiotic methods can’t be transferred 1:1 to architecture. […]

  1. Charles Jencks, The Language of Post-Modern Architecture, 4th ed. [New York: Rizzoli, 1984] []

Architecture machinae

September 1, 2011

Essay on the ‚object‘ of architectural theory

The notion of ‘architecture machines’ has been around at least since the formation of the Architecture Machine Group [AMG] at the MIT. In the early days of digital design and fabrication, this group led by Nicholas Negroponte experimented with the construction of architecture machines as “all-purpose cybernetic design assistant[s]”[1. Mario Carpo, The Alphabet and the Algorithm, 1. Aufl., Writing Architecture (Massachusetts: The MIT Press, 2011), 35.]. The sort of machines AMG had in mind were instruments to facilitate the design of architecture; in the course of development these machines were integrated also with the production of architecture by way of a digital chain. These design-production instruments are not what this essay sets out to address. It is not about machines used to produce architecture, but about the machines architecture itself consists of; it is not about technology but about society which relies on the cultivation of highly diverging machines.

[…]

Wrecking Pendulum: The Digital Habitat and Urban Editing as Emerging Practice

Juli 29, 2010

Installation for The Anxious Prop Case 2: Have Balls [Eccentric]

Different layers of Alexanderplatz, Berlin

The destruction and replacement logic of urban planning that is obvious at Alexanderplatz and elsewhere is not unusual in urban planning. It is the result of different and deeply entangled historical developments; very often these developments are approached via a criticism of capitalistic positivism which subordinates ever more aspects of life under economically quantifiable patterns.

[…]

Urban Props

Juli 29, 2010

First model for the wrecking pendulum, Kuc's and my contribution for The Anxious Prop Case 2: [Eccentric] Have Balls

First model for the wrecking pendulum, Kuc’s and my contribution for The Anxious Prop Case 2: [Eccentric] Have Balls

Urban props have the remarkable ability to simultaneously critique and destine the production of new urban design. They orient urban practice on all scales, from the smallest urban furniture to the over-regional master plan. They do so by being essentially open and indeterminate and, at the same time, providing a stable common framework. […]