NAW Forum 2017: Skizzieren, Zeichnen, Skripten, Modellieren. Artefakte des Entwerfens und ihre Wissenspraktiken

November 19, 2017

Abschlussdiskussion mit Susanne Hauser (UdK Berlin) und Florian Kossak (University of Sheffield). Foto: Doris Hallama/NAW

Das Netzwerk Architekturwissenschaft hat vom 16.-18. November sein 4. Forum im IfA der TU-Berlin abgehalten. Thema des Forums waren Entwurfsprozesse in ihrer Verstrickung in materielle Dispositionen und spezifische Entwurfskulturen. Folgerichtig war das Forum als Hybrid aus Konferenz und Ausstellung konzipiert, um theoretische Ansätze und konkrete Artefakte des Entwerfens in einem Diskursraum zu adressieren.

Die — auch solo sehr interressante — Ausstellung wird noch weiter im Architekturmuseum der TU Berlin zu sehen sein. vom 5. Februar bis 1. März 2018 im  zu sehen sein. Eröffnung am 1.2.2018 ab 19 Uhr, Laufzeit bis zum 22.2.2018.

Hacking Urban Furniture // Auftakt-Konferenz im ZK/U

März 18, 2017

07.04. – 08.04.2017

ZK/U Berlin Moabit

 

Bei der Konferenz gibt es einen workshop von mir, hier die offizielle Ankündigung für die ganze Veranstaltung:
Bushaltestellen, City-Toiletten, Bänke, Mülleimer, Infoboards… Stadtmöblierung in Kombination mit Außenwerbung bestimmt seit ca. 30 Jahren die Grammatik unserer Städte. Das Projekt “Hacking Urban Furniture” will dieses den öffentlichen Raum unserer Städte bestimmende Geschäftsfeld untersuchen: Wie können so prominente öffentliche Objekte in Zeiten von Private Public Partnerships (PPP), bürgerlichen Begehren nach mehr Teilhabe, neuen Produktionstechniken und ökonomischen Optimierungsfantasien anders gestaltet, produziert, gepflegt und ökonomisch nachhaltig betrieben werden? Wie können Beteiligungsprozesse aussehen, die prototypisch für den Umgang mit öffentlichen Raum sind?

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Symbol und Repräsentation in der Architektur

September 14, 2015

 

Seminar am Fachbereich 06 der Uni Kassel, Wintersemester 2015/16

Architektur ist stets mehr als das, was buchstäblich vor uns steht: sie steht für (oder gegen) bestimmte gesellschaftliche Prinzipien, sie verkörpert kulturelle Normen und Zielvorstellungen, sie drückt ästhetische Wertungen aus etc.. Kurz: sie weist durch symbolische Repräsentation über sich selbst hinaus. Das gilt für global inszenierte Star-Architektur wie für profane Allerweltsarchitektur: der Freedom Tower in New York wird genauso wie ein Einfamilienhaus von der Stange in einem beliebigen deutschen Stadterweiterungsgebiet dadurch zu Architektur, dass in ihm gesellschaftliche Normen und Werte sichtbar werden, z.B. Ideale der neoliberalen kapitalistischen Wirtschaft oder des kleinbürgerlichen Eigentumbegriffs.

Dass Architektur auch symbolisch funktioniert und kulturelle Werte und Einstellungen repräsentiert, ist ein alter topos der Architekturtheorie – darüber aber, wie diese Repräsentationsfunktion der Architektur en detail funktioniert und wie sie sich historisch gewandelt hat, wird in der Architekturtheorie diskutiert. Hieraus ergibt sich der theoretische Fokuspunkt des Seminars: Wie funktioniert symbolische Repräsentation in der Architektur? Hierzu werden wir uns mit Ausschnitten aus allgemeinen Symboltheorien und symboltheoretischen Ansätzen der Architekturtheorie beschäftigen.

Der empirisch-historische Fokuspunkt des Seminars liegt auf der detaillierten Auseinandersetzung der Seminarteilnehmer mit jeweils einem konkreten Architekturprojekt des 20. und 21. Jahrhunderts. Ziel ist es, signifikante Beispiele symbolischer Repräsentation in der Architektur zu identifizieren und sie im Rahmen der zu erarbeitenden theoretischen Grundlagen zu untersuchen.

 

Seminar-Bibliographie

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Pop-up Ausstellung zum Symposion: Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?

September 1, 2015

 

Zur Vorbereitung des internationalen Symposium „Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“ (18.–19. September 2015) zeigt eine Pop-up-Ausstellung ab 2. September im Foyer des Haus der Kulturen der Welt auf 25 Tischen Ausschnitte und Zusammenstellungen unserer Recherche zum Thema.

Die klassische Moderne und insbesondere das Bauhaus stehen für eine Idee von Gestaltung, die Gesellschaft in einem sozialen und emanzipatorischen Sinne prägen will. Doch dieser Ambition liegen verschiedene, teilweise auch gegensätzliche Transformationsmodelle zu Grunde. Sie reichen von Ansätzen der Lebensreform, die an den individuellen Lebenspraktiken ansetzt, bis hin zu zentralen Planungen wie der Technisierung und des Sozialismus, die totalitäre Züge annehmen können. An rund einem Dutzend Beispielen zeigt der erste Teil der Ausstellung wesentliche Prototypen der historischen Avantgarden auf und spricht ihre Relevanz für heute an.

Der zweite Teil der Ausstellung stellt anhand aktueller Beispiele unterschiedliche Strategien dar, wie Gestalter heute versuchen, mit ihren Projekten Ideen eines besseren Lebens zu verfolgen. Allen Projekten gemeinsam ist, dass sie die Rolle des Gestalters relativieren. Der Gestalter imaginiert nicht mehr als heroischer Künstler-Ingenieur den neuen Menschen und eine andere Gesellschaft, sondern zielt auf dialogische Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse – etwa durch Wunschproduktion, Kritik, Szenarien, Reallabore.

Mit Philipp Oswalt, Nicole Minten-Jung, Kerstin Faber, Anita Jozic.

 

Vorgestellt werden Arbeiten von:
Jean-Nicolas-Louis Durand, Walter Gropius, Richard Kauffmann, Alexander Klein, Kasimir Malewitsch, Ernst May, Alfred Messel / Berliner Spar- und Bauverein, Nikolaj Miljutin, Reinhold Rossig, Rudolf Steiner, Bruno Taut, Mies van der Rohe, Theo van Doesburg, Vegetarische Obstbaukolonie Eden e.G.m.b.H, Martin Wagner
Architecture 00, Assemble, Center for Urban Pedagogy, City of Amsterdam, Didier Faustino, Duany Plater-Zyberk & Company, Dunne & Raby, Förderverein Berliner Schloss e. V., Good Mood Lda, Greenpeace, Holzmarkt e.G., Kuehn Malvezzi, Lacaton & Vassal, Van Bo Le-Mentzel, raumlaborberlin, Recetas Urbanas / Santiago Cirugeda, SMAQ, Schultes Frank Architekten, The Yes Men, West 8, Zones Urbaines Sensibles

Eröffnungs-Talk am 2. September 2015 um 19 Uhr mit Jesko Fezer, Christa Kamleithner, Mateo Kries, Philipp Oswalt, Jörg Petruschat, Moderation Anh-Linh Ngo.

Veranstalter: Projekt-Bauhaus, Arch+ Förderverein, in Kooperation mit dem HKW Haus der Kulturen der Welt Berlin.

Eröffnung: 2. September 2015, 19 Uhr
Laufzeit: Mittwoch, 3. bis Sonntag, 20. September 2015
(Mi–Mo und feiertags, 11–19 Uhr)
Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
Eintritt frei

Mehr zum Symposion und der Pop-up Ausstellung unter: www.projekt-bauhaus.de

Betr.: Partizipative Gestaltungsprozesse, urbane Leerflächen, Potsdam

April 5, 2014

Dieses Sommersemester habe ich ein Seminar am Fachbereich Design der FH Potsdam gegeben. Im Seminar ging es um Grundlagen partizipativer Methoden in Gestaltungsprozessen. Am Thema urbaner Leerflächen in Potsdam wurden Strategien und Methoden von partizipativer Gestaltung erarbeitet und gemeinsam realisiert. Das Seminar gliedert sich in drei Teile: (1) Analyse und Darstellung von urbanen Brachflächen in Potsdam, (2) Theorie partizipativer Gestaltungsprozesse und der Gestaltung von Partizipation, und (3) Interventionen auf einer Leerfläche in Potsdam. Am Schluss stand eine gemeinsame Abschlusspräsentation, bei der die Interventionen für einen Tag in Potsdam realisiert wurden.

 

Die Seminarteilnehmer haben eine Website zur Dokumentation des Seminars erstellt, klicke hier: www.wohnzimmerkegelparty.de

In preparation: The Anxious Prop Case 5: The Intellectual Property Issue

Oktober 3, 2013

Co-directed with Miodrag Kuč (http://www.paraartformations.net), edited by Luis Berríos-Negrón (http://www.luisberriosnegron.org/).

December 15th 2013, 19:00h, LEHRTER SIEBZEHN

We have been working on it for a while now: together with Miodrag Kuč and Luis Berríos-Negrón I have been busy with the development of AXP’s 5th case, called The Intellectual Property Issue. Not everything but still much is in the making, two month away from the event at LEHRTER SIEBZEHN the collective is shifting into working mode. This is a mission statement for something that has yet to be detailed out.

[…]

arch+ Out of Balance: GRID

April 24, 2013

GRID interface

GRID interface

Auch ich hab beim Wettbewerb von arch+ mitgemacht, zusammen mit Patrick und Jens von syntop. Gewonnen haben wir nicht^^, aber das soll mich nicht hindern, hier nochmal den Essay zu veröffentlichen, den wir für den Wettbewerb geschrieben haben.

Für unseren Beitrag haben wir versucht, die Rolle des Informationsdesign heute — im zweiten digitalen Zeitalter — zu bestimmen, also das, wonach der Wettbewerb fragt, theoretisch und historisch einzuordnen.

Der Essay ist hier in der arch+ veröffentlicht: http://www.archplus.net/home/archiv/artikel/46,4110,1,0.html […]

k67_Urban Router

August 2, 2012

 

The k67_Urban Router is a project initiated in collaboration with ParaArtFormations (Miodrag Kuc). It is a mobile plattform for urban investigations and actions, based on an upgraded Yugo kiosk from the 70ies. The k67 has its own WLAN-Intranet which is open, i.e. publicly accessible on the site. […]

The Anxious Prop Case 4: Reviewing Making-Visible

März 30, 2011

[cvg-video videoId=’1′ width=’636′ height=’400′ mode=’playlist’/]

30.3.2011, 19:30, www.theanxiousprop.org/case4
 

Das 2009 von Luis Berríos-Negrón initierte Kollektiv The Anxious Prop (AXP) veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen Positionen zur politisch-kulturellen Dimension von digitaler Fabrikation und der Entwicklung des digitalen Habitats in Form von Ausstellungen und Publikationen.

AXP Case 4: Reviewing Making-Visible thematisiert die verschiedenen Strategien und Formate des Sichtbarmachens von Objekten, Strukturen und Prozessen in beschreibenden und gestaltenden Wissenschaften und Künsten. Um theoretische Debate und künstlerische Intervention zu verzahnen, wurde Case 4 als ein Ausstellungs-Konferenz-Hybrid konzipiert, in dem Theoretiker und Künstler mit Argumenten und Objekten/Installationen aus verschiedenen Disziplinen und Bereichen zusammentreffen konnten.

Gemeinsam kuratiert mit Luis Berríos-Negrón.